Thomas Winter:
Die Vertonung eines Bildes
Ein Beitrag zu Paul Klees Aquarell und zu Giselher Klebes Komposition
"Die Zwitschermaschine"
Giselher
Klebes op.7 "Die
Zwitschermaschine"
entstand in den Jahren 1948/49 in Berlin. Die
Uraufführung fand am 10.September 1950 während
des ersten Donaueschinger Musikfestes nach dem 2.
Weltkrieg mit dem SWF-Orchester unter Leitung von Hans
Rosbaud statt. Der
Untertitel der Komposition lautet: "Metamorphosen
über das gleichnamige Bild von Paul Klee". In einer
Anmerkung zur handschriftlichen Partitur bemerkt Klebe:
"Die musikalische Konzeption übernahm die
zeichnerische Grundform des Bildes von Paul Klee und
stellte so die vier zwitschernden Teile auf die Basis des
maschinenmäßigen Gestells". Thomas
Winter
schrieb eine Sendung für den WDR (Programmgruppe
Schulfunk und Bildungsprogramme), die am 06.06.1990
gesendet wurde. Zur Vorbereitung des Sendemanuskriptes
besuchte er Giselher Klebe und führte mit ihm ein
Gespräch über die Komposition. Der vom WDR
aufgezeichnete Inhalt des Gespräches ist zu
lesen.
Das
1922 entstandene Aquarell "Zwitschermaschine"gehört
zu den bekannteren Werken Paul Klees. Es gibt kaum
ein Kunstbuch, in dem sie nicht reproduziert, kaum eine
Kunsthandlung, in der sie nicht als Postkarte zu finden
ist.